Jan
23
Donnerst.
KonzertBluesRockSoul/Funk/Gospel

Bywater Call

Southern Soul, Gospel und Blues (CA)

Wie aus der Tedeschi Trucks-/Marcus King-Schule kommend, haben sich die Klänge ihrer Musik in unser aller Ohren geschmeichelt. Blues, Gospel und Southern Soul bekommt man am besten mit ein wenig Slide-Gitarre und einem süßlich-rauen Stimmvolumen präsentiert - und Bywater bedienen diese Notwendigkeiten auf vielfältige Weise durch das Zutun von Meghan Parnell und Dave Barnes. Letzterer vermag es, seine Gitarre klingen zu lassen, als sei sie in den Wassern des Tennessee-River geboren worden, genau da, wo er durch Muscle Shoals fließt. Und Megahn, Meghan ist das Band zwischen Janis Joplin und Susan Tedeschi, indem sie ihr ganzes Herz in jede einzelne gesungene Silbe legt.

Bywater Call aus Toronto haben den Toronto Blues Society Talent Search gewonnen und wurden zur Internationalen Blues Challenge deligiert.

Wir sind überaus stolz darauf, diese Band Euch erstmalig vorstellen zu können.

Mär
25
Mittwoch
KonzertRockSingersongwriter

US RAILS

Americana, Roots Rock (USA)

Fünf befreundete amerikanische Musiker hatten sich Ende der letzten Dekade aufgemacht, zusätzlich zu ihren eigenen, teilweise schon jahrelang andauernden Solokarrieren ein gemeinsames Ding zu starten, von dem sie überzeugt waren, dass es etwas Großes werden könnte. Nur wenig später gehörten US Rails praktisch schon zu den "Klassikern" auf dem Blue Rose Label und veröffentlichen mittlerweile bereits ihr fünftes Studioalbum. We Have All Been Here Before heißt das gute Stück und unterscheidet sich von den vier Vorgängern US Rails (2010), Southern Canon (2011), Heartbreak Superstar (2013) und Ivy von 2016 doch erheblich. Was

tut man als Künstler, wenn eine Tour ansteht, man dazu ein neues Album im Gepäck haben sollte und nicht genügend eigene neue Songs in petto hat? Genau, man durchforstet den unendlichen Fundus an passenden Songs anderer Songwriter, um dann eigene Arrangementideen einfließen zu lassen und Coverversionen ein Eigenleben zu geben. Meist funktioniert das nicht, doch bei der Auswahl von Tom Gillam, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir gelingt das prächtig, haben doch alle vier Bandmitglieder offensichtlich „ihre“ Songs ausgewählt und so interpretiert, wie sie auch eigene Songs produziert hätten.

We Have All Been Here Before enthält mit 11 Stücken eine kunterbunte Mischung weltbekannter und weniger bekannter Stücke der Rock- und Pop-Geschichte. Ob die Auswahl alle vier gemeinsam getroffen haben, ist nicht bekannt und auch unerheblich, und doch kann man vermuten, dass Songs wie „Poor Poor Pitiful Me“ von Warren Zevon, „So Into You“ von der Atlanta Rhythm Section oder auch die durch die Derek Trucks Band wiederbelebte alte Blues-Nummer „I‘d Rather Be (Blind, Crippled And Crazy)“ Tom Gillam zugeschrieben werden können, treffen sie doch voll das Mark dessen musikalischer Vorlieben. Ben Arnold wiederum hat die Lead Vocals bei Neil Young’s „Everybody Knows This Is Nowhere“ und „Put The Message In The Box“ von Karl Wallinger’s Band World Party übernommen, ein klares Zeichen dafür, wessen Idee diese Auswahl war. Scott Brickin ist ein erklärter Beatles-Fan – „You’ve Got To Hide Your Love Away“ könnte sein Vorschlag gewesen sein. Nicht nur ein ausgezeichneter Drummer, sondern auch mit einer wunderbaren Gesangsstimme versehen ist Matt Muir, und so dominiert er bei den Nummern „Second Hand News“ aus dem Fleetwood Mac-Klassiker Rumours und beim abschließenden Jackson Browne-Meilenstein „Running On Empty“.

Dass alle Musiker der US Rails großartige Songwriter sind, müssen sie nicht mit jedem neuen Album beweisen. We Have All Been Here Before ist eine herrlich frische „Zwischendurch“-Platte, die die Wartezeit auf ein weiteres Album mit eigenen Stücken angenehm überbrückt.

Mär
29
Sonntag
KonzertBluesRock

Steve Baker & Band

Eine geniale Melange aus Blues, Country, Folk & Rock

Der gebürtige Londoner Steve Baker genießt seit langem einen internationalen Ruf als innovativer und stilistisch vielseitiger Pionier an der Mundharmonika. Als Begleiter und Partner hat er im Laufe seiner Profikarriere mit einer Vielzahl unterschiedlichster Künstler gespielt, darunter Tony Sheridan, Abi Wallenstein, Chris Jones, Stoppok, Hazmat Modine oder Michael van Merwyk. Auch als Studiomusiker hat Baker bei hunderten von Aufnahmen für die verschiedensten Künstler mitgewirkt, darunter Achim Reichel, Hannes Wader, Klaus Doldinger, Marla Glenn oder Dieter Bohlen. Darüber hinaus spielte er auf verschiedenen Soundtracks für TV und Film u.a. Tatort, Soul Kitchen von Fatih Akin und zuletzt bei dem im Juni 2018 erschienenen Bollywood Blockbuster “Sanju” von Star-Regisseur Rajkumar Hirani.

Mit seinem 2018 erschienenen Soloalbum „Perfect Getaway“ legte der hochangesehene Instrumentalist Steve Baker zum ersten Mal die Rolle des Begleitmusikers ab und zeigt sich nun als überzeugender Frontman, der mit viel Herzblut und Können seine spannenden Eigenkompositionen präsentiert. Seine handwerklich exzellente Musik bietet ein breites stilistisches Spektrum das von stampfendem Rock bis funky New-Orleans-Groove, von lässigen Rock’n’Roll bis zum klassischen Blues geprägt wird.

Um seine Songs live zu spielen hat Baker eine Reihe hochkarätiger Musiker um sich gesammelt. Jan Mohr zaubert großartige Klangteppiche aus seiner Gitarre und liefert zudem packende Soli mit seinem ganz eigenen Biss; am Schlagzeug sitzt Henry Jarrett, der mit nur 22 Jahren zu der neuen Generation vielversprechender groovender Drummer gehört. Am Bass der großartige Brite Jeff Walker, der kürzlich mit US Harpgrößen wie Magic Dick, James Harman oder Billy Branch tourte und auch in der Band von Dana Gillespie spielt. Steves Tochter Gina Alison steuert mit ihrer kraftvollen Stimme zusammen mit Jeff Backing-Vocals dazu. Der drahtige, sparsam arrangierte Band-Sound mit packendem Chorgesang bietet das perfekte Medium, um Bakers eigenwillige Songs optimal zur Geltung kommen zu lassen. Dabei kommt sein unverkennbares Harpspiel keineswegs zu kurz.

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